Erfahrungsberichte 

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Glücklich in Amsterdam als Transcreator und Copywriterin

Anna

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Mir geht es hier ganz hervorragend! Vom ersten Tag an habe ich mich hier sehr wohl gefühlt und es ist (Gott sei Dank :D) immer noch so. Die Stadt ist so international und weltoffen, genau das Richtige für mich.

Auch auf der Arbeit gefällt es mir sehr gut. Ich dachte immer, dass die Freiberuflichkeit für mich das einzig Wahre sei, und jetzt werde ich eines Besseren belehrt. Ich genieße es unheimlich, auf die Arbeit zu gehen, diese zu erledigen und dann einfach frei zu haben. Die Kunden, für die ich arbeite, sind breit gefächert und sehr interessant. Hauptsächlich kommen sie aus dem Fashion-Bereich, aber auch Bierbrauer oder Hotels schaffen es auf meinen Schreibtisch :) Außerdem ist jeder hier sehr froh, endlich eine deutsche Copywriterin im Team zu haben, die man schnell etwas fragen kann. Das Team ist sehr jung, offen und unglaublich international! Allein im Team Creative Services sind wir 14 Mitarbeiter aus 12 Ländern. Ich arbeite auch wieder mit Spanisch und übersetze Facebook-Posts für eine spanische Hotelkette. Dadurch, dass ich mit spanischen Muttersprachlern arbeite, ist es kein Problem, kurz nachzufragen, wenn ich mir bei etwas mal nicht ganz sicher bin.

Inzwischen habe ich auch angefangen, Holländisch zu lernen, und kann definitiv sagen, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ich habe es noch keine Sekunde bereut und vermisse meine Heimat momentan auch noch überhaupt nicht. Sogar der Regen hält sich momentan in Grenzen, obwohl das Wetter sonst schon sehr "englisch" ist.

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Übersetzungs- und Projektmanager in der Schweiz & Übersertzerin der großen filmstudios.

Johannes & Jessica

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Johannes:

Ich bin quasi Dreh- und Angelpunkt im Unternehmen für Übersetzungen und koordiniere bei Texten aus den Bereichen Technischen Dokumentation, Software oder Marketing alles von der Vergabe der Aufträge bis zum Korrekturlesen.

Jessica:

Wahrscheinlich hab ich den Traumjob aller Studenten: Ich übersetze Filme und Serien der großen Filmstudios.

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Das hobby Fussball zum social-media beruf gemacht

Ann-Kathrin

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Die Säbener Straße in München meinen Arbeitsplatz zu nennen, erschien mir bis vor kurzem eine utopische Vision. Ein Wunsch, den ich bis dato mit tausenden von Bewerbern um einen Praktikumsplatz als Berufseinstieg in die Zentrale des FC Bayerns teilte.

Am Ball auf dem Rasen würde ich mich als eher mäßig talentiert einstufen, die Begeisterung für „den Run um das runde Leder“ verbindet mich aber mit Millionen von Gleichgesinnten weltweit. Vor einigen Monaten saß ich dann pünktlich um 8:30 Uhr morgens mit meinen sechs Kollegen im Social-Media-Büro im Hause der „Macher“ des Bundesliga-Erfolgsvereins FC Bayern München.

Meine solide Ausbildung zur staatlich geprüften Übersetzerin und Dolmetscherin in Kempten am Institut für Fremdsprachenberufe, kurz IFB, mein „Bachelor of Arts für Übersetzen“ und mein Lebenslauf mit vielseitigen Praktika und Berufserfahrungen erwiesen sich einmal mehr als Schlüssel zum Erfolg. Dabei konnte ich vor allem mit meinem einjährigen Aufenthalt in Spanien und der Arbeit in der Social-Media-Abteilung des FC Valencia punkten. Das praxisnahe dreijährige Studium am IFB wird von engagierten und muttersprachlichen Dozenten mit dem Streben nach hohem Niveau begleitet – Ansprüche, von denen ich noch heute profitiere.

Dank meiner fundierten beruflichen Vorbereitung ging ich die diversen Aufgaben bislang sehr unbeschwert an, aber dieser neuen Erfahrung zollte ich eine nicht unerhebliche Portion Respekt. Nach einer kurzen Einarbeitungsphase fand ich mich mitten im Alltagsgeschehen des FC Bayern – präsentiert auf seinen Social-Media-Kanälen Facebook, Twitter, Instagram und Co. – wieder. Meine breit aufgestellten Sprachkenntnisse waren schnell im Gespräch unter Kollegen, sodass ich bald mit verschiedensten Aufgaben wie Interviews mit dem chilenischen Spieler Arturo Vidal, konfrontiert wurde. Ein langfristiger Arbeitsplatz beim FCB war für mich vorerst nicht relevant, ich befinde mich aktuell mitten im Masterstudium an der Universität für angewandte Sprachwissenschaften in München. In einigen Wochen beginne ich meine Masterarbeit. Der Titel lautet, wie könnte es anders sein: Mit Kultur-Expertise in die Champions League des Online-Marketings.

Meine betreuende Professorin empfahl mich Dank meiner Spanischkenntnisse an die renommierte Universidad Complutense in Madrid. Anfang Februar wechsle ich dann für einige Monate die Kulisse, um dort meine Masterarbeit zu schreiben. Ich liebe dieses Land der glühenden Sonne, die Menschen und deren Sprache, verwurzelt aber bin ich im Allgäu – zu Hause bin ich nur hier.

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Als Übersetzerin und dolmetscherin erfolgreich iM Marketing

Carola

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So ging es weiter nach der Fachakademie…

Am schwarzen Brett der Fachakademie las ich eine Stellenanzeige vom Verlag W. Sachon in Mindelheim, in dem eine Übersetzerin für Englisch und Französisch gesucht wurde.

Ich hatte Glück und wurde sofort genommen, auf Teilzeitbasis und mit einem 2-Jahres-Vertrag. Dort arbeitete ich sieben Jahre lang als Übersetzerin im Bereich Wirtschaftsnachschlagewerke für den BDI. Außerdem übersetzte ich Artikel für Fachzeitschriften für die Getränkeindustrie. Die Arbeit machte mir viel Spaß, zumal ich mit der Mindelburg einen recht ungewöhnlichen Arbeitsplatz hatte.

Seit drei Jahren arbeite ich nun bei Hundegger Maschinenbau in der Marketingabteilung als Übersetzerin. Hundegger ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit ca. 320 Mitarbeitern und Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen, vorwiegend für Zimmereien und Holzhaushersteller. Die Firma exportiert in die ganze Welt.

Ich hatte Glück und bekam gleich einen unbefristeten Arbeitsvertrag. 35-Stunden-Woche, bezahlte Überstunden, 13,7 durchschnittliche Monatsgehälter, d.h. die freiwilligen Überstunden werden mitgerechnet, und zweimal im Jahr eine leistungsbezogene Prämie.

Mein Aufgabengebiet umfasst die Betreuung französischsprachiger Kunden. Dazu gehört z.B. Dolmetschen bei Firmenbesichtigungen, bei Gerichtsverhandlungen in Frankreich, bei Kundenbesuchen im französischsprachigen Raum usw. Aber auch Übersetzungen gehören zu meiner täglichen Arbeit: Internetseite, Handbücher, technische Dokumentationen, Anwaltschreiben, Gerichtsurteile usw.

An Messen durfte ich auch schon öfters teilnehmen: Köln, Hannover, Paris, Lyon. Wir haben einen Messestand mit Biergarten, bei dem wir bedienen und bei Bedarf dolmetschen. Das ist abwechslungsreich und macht Spaß.

Letztes Jahr habe ich zwei Wochen in unserer französischen Niederlassung bei Straßburg mitgearbeitet und zusammen mit französischen Kollegen die Internetseite überarbeitet.

Im Berufsalltag erlebe ich immer wieder ungewöhnliche Situationen, die manchmal Spontanität erfordern, die aber auch für Abwechslung sorgen.

An einem Nachmittag sagte mein Abteilungsleiter ganz überraschend, dass es einen Brand in einer französischen Firma in Nizza gab, in der eine unserer Maschinen steht. Wir sind innerhalb von 30 Minuten zum Flughafen gefahren und noch am selben Abend nach Nizza geflogen, um den Brandschaden aufzunehmen. So durfte ich ganz kurzfristig mit an die Côte d’Azur um das Gespräch zwischen meinem Abteilungsleiter und den französischen Versicherungsangestellten zu dolmetschen.

Ein anderes Mal hatten wir einen Gerichtstermin in Südfrankreich, bei dem ich zum Dolmetschen mitfahren sollte. Der Chef unserer französischen Niederlassung war ebenfalls anwesend. Das beruhigte mich, denn er spricht fließend Deutsch und Französisch und ich machte mir keine Sorgen, dass es mit dem Dolmetschen Schwierigkeiten geben könnte. Kurz vor Verhandlungsbeginn wurde der französische Chef überraschend von der Verhandlung ausgeschlossen und ich war auf mich alleine gestellt. Der anfängliche Schreck legte sich zum Glück bald und das Dolmetschen klappte ohne größere Probleme.

Natürlich passieren auch Fehler oder man nimmt im Eifer des Gefechts ein Fettnäpfchen mit. Wir haben einmal mit Kunden auf einer Baustelle ein Holzhaus besichtigt. Mein Kollege, sage, dass es öfters Probleme bei der Montage von Rollläden gibt. Deshalb sollte ich den Kunden fragen, ob er schon mal Probleme mit Rollläden hatte. Also habe ich ihn spontan gefragt, ob er schon mal Probleme mit der „Jalousie“ hatte, eine andere Übersetzung fiel mir gerade nicht ein.

Am merkwürdigen Blick des Kunden konnte ich erkennen, dass ich wohl einen Übersetzungsfehler gemacht hatte. Mir fiel schließlich ein, dass Jalousie übersetzt Eifersucht bedeutet. Ich hatte ihn also versehentlich gefragt, ob er schon mal Probleme mit der Eifersucht hatte.

Der Kunde nahm es glücklicherweise mit Humor.

Meine Arbeit macht mir sehr viel Spaß. Ich bin öfters im französischsprachigen Raum unterwegs und lerne viele Leute kennen. Ein Tipp an alle Studenten: Bewerbt Euch auch mit starker Betonung auf Eurer Zweitsprache. Englisch wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Gepunktet habe ich in Vorstellungsgesprächen immer mit meinen Französischkenntnissen.

Und traut Euch, ins kalte Wasser zu springen. Auch wenn Ihr keine Ahnung von Technik habt und Ihr nicht wisst, ob Ihr Euch eine bestimmte Aufgabe zutrauen könnt, vor allem in der Zweitsprache: Man kann alles lernen. Und es macht Spaß, wenn Ihr merkt, dass sich Eure Sprachkenntnisse in einem bestimmten Fachgebiet verbessern und dass Ihr Euch in Gesprächen mit ausländischen Kunden doch immer wieder zu helfen wisst, auch wenn Ihr nicht alle gerade alle Vokabeln parat hat.

Herzliche Grüße aus Ottobeuren!

Carola